
Toni liebt es, an der frischen Luft zu sein und gemütlich im Lastenrad durch seine Heimat Hamburg zu sausen. Dabei hält er die Nase in den Wind, hört Musik und beobachtet das Stadtgeschehen. Fast 2.500 km pro Jahr sind Tonis Eltern im Alltag mit dem Lastenrad unterwegs. Sie fahren damit zur Schule, zur Kita, zu Therapien, Arztterminen, auf Ausflüge, zu Spielplätzen und Verabredungen. Es ist ihr Fortbewegungsmittel Nummer 1 und für sie durch nichts zu ersetzen.
Seit Toni jedoch dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen ist, musste das treue Lastenrad schweren Herzens stehenbleiben. Tonis Rolli ließ sich damit nicht transportieren, und seine Familie musste immer öfter auf das Auto ausweichen. Die Enge des Kindersitzes, der stressige Verkehr, das Autofahren an sich behagen Toni jedoch gar nicht. Die Fahrten setzen ihm sehr zu. Mama und Papa wünschten sich daher ein inklusives Rolli-Transportrad, um wieder draußen, entspannt und flexibel unterwegs zu sein.
Einen Rollstuhl hat Toni seit vergangenem Herbst. Dieser ermöglicht es ihm, aktiver am Leben teilzunehmen. Auch in seiner Kita, die als inklusive Einrichtung wunderbare Angebote schafft, kann Toni den Alltag nun einfacher mitgestalten. Der kleine Mann hat gerade seinen fünften Geburtstag gefeiert. Er kam vermeintlich gesund zur Welt. Doch im zarten Alter von acht Monaten änderte sich das Leben für Toni und seine Familie von heute auf morgen. Er wurde sehr krank, verlor in kürzester Zeit all seine bis dahin erlernten Fähigkeiten. Seine Mama, sein Papa und sein größerer Bruder Piet konnten nur dabei zusehen, wie es dem kleinen Toni täglich schlechter ging. Nach sechs langen Wochen erhielten sie die schreckliche Diagnose Aicardi-Goutières-Syndrom.
Bei dieser seltenen, genetischen und lebensverkürzenden Erkrankung führt eine chronische Fehlreaktion des Immunsystems zu schweren neurologischen Schäden. „Bei Toni sind primär die motorischen Zentren betroffen, weshalb er seinen Körper kopfabwärts kaum bewegen und auch nicht sprechen kann“, erklären seine Eltern. „Unser Alltag ist geprägt von Pflege und Therapien.“ Besonders großen Wert legen Tonis Eltern daher auf gemeinsame Zeit, auf schöne Momente und besondere Erlebnisse mit der ganzen Familie. Zusammen unterwegs und aktiv zu sein, Ausflüge zu machen, Erinnerungen zu schaffen und viel Zeit zu viert zu verbringen, ist ihnen unendlich wichtig.
Dass sie hierfür zuletzt nicht mehr auf ihr Lastenrad zurückgreifen konnten, war ein schwerwiegender Einschnitt im Familienalltag. Tonis Eltern suchten nach einer guten Lösung, um ihre täglichen Wege, aber auch die wertvolle Freizeit wieder freier und mobiler gestalten zu können. Besonders Toni hatte die geliebten Radfahrten mit all ihren vielfältigen Eindrücken sehr vermisst. Sie waren fester und wichtiger Bestandteil seines täglichen Lebens. Die Wahl fiel schließlich auf ein inklusives Lastenrad, das die Mitnahme eines Rollstuhls ermöglicht. Über 12.000 Euro kostete das spezielle Fahrrad, das Toni und seiner Familie die verdiente Freiheit zurückgeben sollte.
Wir haben die Anschaffungskosten vollständig übernommen und den neuen Familienflitzer finanziert. Mitte Juni wurde das Rolli-Transportrad ausgeliefert, und Toni konnte mit seinem Papa Probe fahren. „Toni fand es vor allem witzig“, berichtet seine Mama. „Jetzt freuen wir uns auf den neuen autofreien Alltag! Wir sind wirklich sehr dankbar und glücklich mit dem Ergebnis.“