
Jakob wird in wenigen Wochen zehn Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in einem kleinen Dorf in Bayern. An seinem Zuhause hängen viele besondere Erinnerungen. Sein bereits verstorbener Opa und seine Oma hatten das Einfamilienhaus gebaut, als Jakobs Mama noch ganz klein war. Heute wohnt die dreiköpfige Familie zusammen mit der Großmutter gemeinsam im Haus; verteilt über alle drei Etagen. Jakobs Familie hängt sehr an dem Haus und ihrem Heimatdorf. Hier ist ihr fester Anker, ihr soziales Umfeld, ihr Zuhause seit frühester Kindheit.
Doch das Wohnen im dreigeschossigen Eigenheim wurde zunehmend zum Problem. Jakob kam mit einer genetisch bedingten Erkrankung – dem DiGeorge-Syndrom – zur Welt. Das Fehlen eines kleinen Teils des Chromosoms 22 führt zur Beeinträchtigung vieler Körpersysteme. Jakob kann nicht laufen, nicht sprechen und nicht eigenständig essen.
Die Treppen in seinem Zuhause waren für Jakob stets unüberwindbar, die Wohnräume seiner Familie im Obergeschoss eigenständig nicht zu erreichen. Durch die Lage am Hang bringt das Eigenheim seiner Großeltern zudem besondere Herausforderungen mit sich. Die Wohnräume des gesamten Hauses verteilen sich vom Kellergeschoss und der Garage bis ins Dachgeschoss. Treppen sind allgegenwärtig! Bislang hatten Jakobs Eltern ihren Sohn immer hinauf- und hinabgetragen. Doch dass dies keine dauerhafte Lösung darstellte, war allen stets bewusst.
Mit Jakobs Heranwachsen wurde ein Treppenlift immer notwendiger für den Alltag der Familie. Sein Papa hatte bereits einen Bandscheibenvorfall und eine Hüft-Operation. Seinen Sohn samt Korsett und Orthesen täglich treppauf und treppab zu tragen, war für ihn eigentlich nicht mehr machbar und auch für Jakobs Mama kaum noch zu bewältigen. Also gingen Jakobs Eltern das Projekt Treppenlift Anfang des Jahres an – und Ende März war das neue Gefährt auch schon eingebaut!
Die Krankenkasse beteiligte sich mit 4.180 Euro an den Gesamtkosten. Eine offene Restsumme über 12.100 Euro blieb danach noch übrig, die wir mit der Toni Kroos Stiftung beisteuerten. Der neu eingebaute Treppenlift im elterlichen Eigenheim führt Jakob nun problemlos von der Garage, die auf Höhe des Kellergeschosses liegt, bis in die oberste Etage. Anfangs war ihm das Fahren mit dem Lift noch etwas suspekt. „Aber wir haben es vorsichtig geübt, und jetzt macht es ihm richtig Spaß“, berichten Jakobs Eltern.
Der neue Treppenlift schenkt der ganzen Familie ein erhebliches Maß an Entlastung und Lebensqualität. Jakob und seine Eltern sind viel unterwegs, unternehmen gemeinsame Ausflüge und besuchen regelmäßige Therapien. Am liebsten geht Jakob ins Schwimmbad, zur Reittherapie oder mit dem Nachbarshund spazieren. Bis vor kurzem bedeutete jedes Verlassen des Hauses für ihn und seine Eltern einen wahren Kraftakt. Mit dem neuen Lift kann Jakob nun ganz bequem von seinem Wohnbereich im Dachgeschoss bis hinab in die Garage fahren und dort direkt ins behindertengerechte Familienauto umsteigen. Die täglichen Wege und einstigen Herausforderungen sind für Jakob und seine Eltern nun viel leichter geworden. Ihn auf seinem neuen Lift obendrein so strahlen zu sehen, macht auch uns sehr glücklich!