
Mats und Pepe kamen vor 6,5 Jahren als gesunde Zwillingsbrüder zur Welt. Die beiden Jungs entwickelten sich wunderbar. Mats war seinem Bruder sogar immer ein Stückchen voraus. Kurz vor ihrem zweiten Geburtstag kam es dann zu einem schrecklichen Vorfall. Der kleine Mats erlitt einen Fieberkrampf, als er gerade bei seiner Kinderärztin war. Währenddessen verschluckte er sich an einer kleinen Brezel, die er als Belohnung für die überstandene Untersuchung von der Ärztin bekommen hatte. Mats bekam minutenlang keine Luft und musste reanimiert werden. Der Kleine erlitt schweren Sauerstoffmangel im Gehirn, der in Folge zu einem hypoxischen Hirnschaden führte. Seitdem kämpft sich Mats tapfer und Schrittchen für Schrittchen zurück ins Leben. Er ist schwerstmehrfachbehindert und sowohl geistig als auch körperlich stark beeinträchtigt. „Auch seine Sehfähigkeit ist seitdem leider nicht messbar, und wir können nur erahnen, was er überhaupt sieht“, erklärt seine Mama. Dennoch hat Mats in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.
Im vergangenen Jahr haben Mats‘ Eltern für ihren Sohn einen Platz im Reha-Programm „Auf die Beine“ der Uniklinik Köln bekommen. Im Zuge dessen erhalten alle teilnehmenden Familien leihweise ein Galileo-Vibrationsgerät, um die erlernten Übungen zusätzlich auch zu Hause durchführen zu können. Mats hat mit dem regelmäßigen und intensiven Galileo-Training in dieser Zeit bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Er konnte mehr Rumpfstabilität aufbauen, seine Kopfkontrolle verbessern, und er versuchte mit der Zeit sogar, wieder eigene Schritte zu machen. Es war deutlich zu erkennen, wie viel Muskelkraft der kleine Mann aufbauen konnte und wie positiv sich das kontinuierliche Training auf seine Entwicklung auswirkte.
„Damit er diese Fortschritte weiter festigen und ausbauen kann sowie seine Muskelkraft gestärkt bleibt, möchten wir für ihn eine Galileo-Vibrationsplatte mit Kipptisch anschaffen“, schrieben uns Mats‘ Eltern noch während des laufenden Reha-Programms im vergangenen Herbst. Mit Beginn des neuen Jahres, im Januar 2026, mussten sie das Leihgerät der Uniklinik Köln wieder abgeben und bemühten sich rechtzeitig um Ersatz. „Wir möchten Mats seine Chance auf weitere Entwicklung und ein Stück Selbstständigkeit ermöglichen – und damit auch ein möglichst aktives, gemeinsames Leben mit seinem Zwillingsbruder Pepe.“
Das Galileo-Modell mit Kipptisch, mit dem Mats während des Reha-Programms bereits erfolgreich trainiert hatte, schlägt mit fast 12.000 Euro zubuche. Die Kosten für die patentierte Vibrationsplatte, die schon so vielen unserer Stiftungskids zu fantastischen Erfolgen verholfen hat, wird leider nach wie vor nicht von den Krankenkassen finanziert. Wir sind daher gern eingesprungen und haben Mats und seinen Eltern das wertvolle Trainingsgerät gekauft. Noch vor dem Jahreswechsel wurde ihr Galileo-Gerät samt Kipptisch geliefert, sodass Mats sein Training im Januar nahtlos fortsetzen konnte. Der kleine Sportler ist mit großer Freude und ebenso großem Eifer dabei und arbeitet nun weiterhin fleißig an seinen starken Muckis.