
Oft sind es auch nur kleine Dinge, die einen bedeutenden Unterschied machen. In unserer langjährigen Stiftungsarbeit haben wir schon hunderte Familien mit ihren ganz persönlichen Geschichten kennengelernt. Manch Unterstützungsbedarf ist größer, manche Wünsche sind kleiner. Aber eines haben sie in der Regel gemeinsam: Sie wirken sich positiv und bereichernd auf die alltägliche Lebensqualität unserer Kids und ihrer Familien aus.
So ist es auch bei Finja. Die 3-jährige Maus hat während einer therapeutischen Intensivwoche das sogenannte „Aktivnest“ kennengelernt. Ein Hilfsmittel, mit dem die Kleine behutsam lernt, allein zu sitzen, das ohne Hilfsmittelnummer jedoch nicht von der Krankenkasse übernommen wird. 259 Euro kostet das Aktivnest, das wir Finja liebend gern gekauft haben. Diese, vergleichsweise kleine Anschaffung macht für sie einen großen Unterschied!
Finja kam im November 2022 mit einem genetischen Defekt zur Welt: dem Wolf-Hirschhorn-Syndrom. Die seltene, angeborene Erbkrankheit geht u.a. mit schwerwiegenden Entwicklungsverzögerungen, körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen sowie Epilepsie einher. Finja kann sich bewegen, ihre Arme und Beine benutzen, im Moment aber noch nicht sitzen oder krabbeln. Das Aktivnest soll die Kleine genau dabei unterstützen! Es ist wie ein großes Bodenkissen mit einer Aussparung in der Mitte und legt sich wie ein schützender Ring um Finja herum. Das verleiht ihr Stabilität, wenn sie auf dem Boden sitzt und spielt. Dank des Aktivnestes kann das kleine Mädchen weder nach vorne, nach hinten oder zur Seite umfallen. Auf diese Weise kann Finja eigenständig und vorsichtig ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten kennenlernen. Das simple, aber wirkungsvolle Hilfsmittel eignet sich wunderbar zur alltäglichen Unterstützung. Es hilft dabei, den Körper auszubalancieren, ein Gefühl von Sicherheit zu entwickeln und mit der Zeit zunehmend eigene Stabilität zu gewinnen.
Während ihrer einwöchigen Intensivtherapie haben Finja und ihre Eltern das Aktivnest kennengelernt und konnten es ausgiebig testen. Der süße Spatz hat sehr davon profitiert! Seit ein paar Wochen hat Finja nun ein eigenes Aktivnest daheim. Dies schenkt ihr nicht nur Stabilität, sondern auch mehr Freiheit und Eigenständigkeit. Außerhalb von Therapiestuhl und Sitzschale kann Finja nun viel freier und unbeschwerter spielen. Wie die Bilder zeigen, ist die Kleine damit sichtlich aktiv und zufrieden. Nebenbei tut Finja fast unbemerkt auch noch sehr viel für ihre eigene körperliche Entwicklung. Eine wunderbare Anschaffung für ein zauberhaftes Mädchen!