Über 5.100 Spenderinnen und Spender haben sich unserem Aufruf angeschlossen und in den vergangenen Wochen gezeigt, was gemeinsam möglich ist. Im Rahmen unserer Spendenaktion für den kleinen Superhelden Oliver sind insgesamt sagenhafte 288.090 Euro zusammengekommen. So viele hilfsbereite und wundervolle Menschen aus dem Umfeld der Toni Kroos Stiftung haben bewiesen, dass gemeinsam Großartiges bewirkt werden kann.
Nach rund fünf Wochen haben wir unsere Spendenaktion beendet und zahlen die fantastische Gesamtsumme nun an Olivers Eltern aus. Mama Laura und Papa Stefan werden damit einen Teil der immens hohen Krankenhausrechnung aus der Klinik in Chicago begleichen können, in der Olli viel länger behandelt werden musste als ursprünglich gedacht. Die Rechnung beläuft sich auf fast 1,5 Mio. US-Dollar, die die Familie privat bezahlen muss.
„Nur dank der vielen, vielen Spenden ist es uns überhaupt möglich, diese Summe irgendwie abstottern zu können“, schreibt uns Olivers Papa Stefan.
„Wir sind so unglaublich dankbar für diese Hilfsbereitschaft und die vielen lieben Nachrichten, die teilweise mit den Spenden gekommen sind. Das tut so gut und ist eine unglaubliche Hilfe in dieser schweren Zeit.“
Mittlerweile sind Oliver, seine Brüder und Eltern wohlbehalten wieder in Mexiko angekommen. In einer kleinen Mietwohnung, die Lauras Eltern und Brüder für sie vorbereitet haben, können die fünf endlich wieder als Familie beisammen sein und ein wenig zur Ruhe kommen. Oliver hat den Rückflug gut überstanden und wurde von seinem mexikanischen Opa zur Begrüßung mit zwei Kanarienvögeln überrascht. Die wohnen nun direkt neben Ollis Bettchen und entlocken dem Kleinen immer wieder sein zauberhaftes Lächeln. „Heute Morgen haben die beiden vor Olli geduscht. Das mochte er sehr! Er liebte Tiere schon immer, nun haben wir zwei eigene kleine Haustiere“, erzählt Papa Stefan. Auch ihre neue Umgebung hat die Familie schon erkundet. Ausgestattet mit Spezial-Rolli, Sauerstoffflasche und Beatmungsgerät haben sie ihre neuen Nachbarn kennengelernt, Vögel beobachtet, einen Hund getroffen und ihr Stückchen wiedergewonnene Freiheit genossen.
Trotz Beatmungsgerät zeigt unser mutiges Wunderkind inzwischen immer häufiger, was er alles allein kann. Teilweise atmet Olli wieder selbstständig. „Er atmet dann einfach über sein Sauerstoffgerät hinweg“, erklärt Stefan. Außerdem zeigt er Bewegungen in allen vier Gliedmaßen. Besonders seine rechte Hand wird immer aktiver. „Er bewegt sie, kann es aber noch nicht gezielt steuern“, beschreibt sein Papa. „Wenn wir ihn auffordern, seine Hand zu bewegen, tut er das! Er kann es auslösen, aber noch nicht bewusst kontrollieren.“ Mit einem wunderbaren Team aus Physiotherapeuten und Pflegekräften arbeitet Olli nun auch in Mexiko fleißig weiter an seiner Entwicklung. Er macht unglaubliche Fortschritte, wenn man bedenkt, dass der kleine Schatz eigentlich querschnittsgelähmt war.
Im April hatten Oliver, seine Eltern und seine beiden Brüder einen schrecklichen Autounfall an ihrem Urlaubsort in Mexiko. Der 2-jährige Oliver wurde dabei schwer verletzt. Er brach sich das Genick, musste noch am Unfallort 20 Minuten lang wiederbelebt werden und war von einer Sekunde auf die andere querschnittsgelähmt. Man rechnete dem Kleinen keine Überlebenschancen zu, aber Oliver zeigte es allen! Nach einer lebenserhaltenden Not-OP hielt in den darauffolgenden drei Monaten allein seine Haut Olivers Köpfchen am Körper. Ein Rücktransport nach Deutschland war in diesem kritischen Zustand nicht möglich. So harrten Oliver und seine Eltern in Mexiko aus, bis sich in den USA eine hoffnungsvolle Möglichkeit bot. Ein hochspezialisierter Neurochirurg aus Chicago wollte und konnte den kleinen Oliver operieren. Seine einzige Möglichkeit, ein wenig Lebensqualität zurückzugewinnen und eine Chance auf Besserung zu erhalten.
Für diese lebensrettende OP und Olivers medizinischen Flug nach Chicago mussten Mama Laura und Papa Stefan privat mit rund 300.000 Euro in Vorleistung gehen. Diese Kosten haben wir für Oliver und seine Eltern übernommen. „Ohne euch hätten wir Olli diese OP nicht ermöglichen können. Dass er gerade neben mir sitzt und ich seinen Kopf streicheln kann, das haben wir euch zu verdanken“, sagte uns Stefan vor wenigen Tagen.
Angekommen in Chicago sorgten unvorhersehbare Komplikationen, äußerst kritische Notfälle, zwei weitere Anschluss-OPs und unzählige zusätzliche Untersuchungen dann jedoch für eine unaufhaltsam explodierende Krankenhausrechnung. Innerhalb weniger Tage waren die Kosten schon auf unfassbare 900.000 US-Dollar angestiegen, bei Entlassung waren es schließlich rund 1,5 Millionen. Tausende Menschen auf der ganzen Welt taten sich zusammen, um dem starken, mutigen und endlos tapferen Oliver zu helfen und seine Familie finanziell zu unterstützen. Auch wir haben für Olli und seine Eltern eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die eine Welle der Hilfsbereitschaft auslöste und uns alle tief beeindruckt hat.
Im Namen von Oliver und seiner Familie und im Namen des gesamten Stiftungsteams bedanken wir uns bei jedem einzelnen Spender und jeder einzelnen Spenderin. Die Unterstützung, Empathie und Nächstenliebe der tausenden Menschen, die Olli und seiner Familie zur Seite gestanden haben, hat uns emotional tief bewegt und macht uns als Stiftungsteam wahnsinnig stolz. Das letzte Wort überlassen wir an dieser Stelle Olivers Eltern Laura und Stefan:
„Wir haben als Familie eine Zukunftsaussicht. Wir sind imstande, unseren Olli zu versorgen. Es wird ein Marathon, aber wir sind bereit, diesen Marathon zu gehen. Dass das überhaupt möglich ist, haben wir euch allen zu verdanken.“