
„Für andere nur ein Auto. Für uns ein ganz neues Leben.“ Mit diesen Worten beschreiben Jonas und seine Familie die riesengroße Entlastung, Erleichterung und Hilfe, die ihr neues, behindertengerecht umgebautes Fahrzeug für ihren Alltag bedeutet. Mit über 10.000 Euro haben wir Jonas‘ Eltern beim Einbau einer Rollstuhlrampe für ihren Sohn unterstützt. Der nun um ein Vielfaches einfachere Einstieg ins Familienauto schenkt der ganzen Familie mehr Freiheit und Leichtigkeit, spart Kraft und Zeit und macht die täglichen Fahrten so unkompliziert wie schon lange nicht mehr.
Auch Ali und seiner Familie konnten wir beim Autoumbau unter die Arme greifen. Schon seit 2024 hatte sich Alis Papa unermüdlich um die Finanzierung eines größeren Fahrzeugs und den notwendigen barrierefreien Umbau bemüht. Im vergangenen Sommer standen schließlich die Auto-Finanzierung und eine Teilfinanzierung für die nötige Rolli-Rampe. Die offene Restsumme haben wir für Alis Familie sehr gern übernommen.
Den heute 20-jährigen Jonas kennen und begleiten wir mit der Toni Kroos Stiftung schon seit 2018.
Damals haben wir ihm einen geländetauglichen Hippocampe-Rollstuhl finanziert. Im letzten Jahr kamen seine Eltern erneut auf uns zu. Jonas, der mit der fortschreitenden und unheilbaren Erkrankung Muskeldystrophie Duchenne lebt, sitzt seit über zehn Jahren dauerhaft im Rollstuhl. Mittlerweile in einem E-Rolli, der nicht nur eine gewisse Größe, sondern auch ein erhebliches Gewicht mit sich bringt. Um mit einem Elektrorollstuhl von A nach B zu kommen, braucht es zwingend ein barrierefreies Auto.
Jonas‘ Eltern mussten im letzten Jahr einen neuen Wagen anschaffen. Mit ihrem angesparten Eigenkapital konnten sie das neue Fahrzeug anzahlen und finanzieren. Der behindertengerechte Umbau war hier jedoch noch nicht inkludiert. Mit über 10.000 Euro kam dieser auf die ohnehin schon hohen Anschaffungskosten zusätzlich obendrauf. Sie baten die Toni Kroos Stiftung um Unterstützung. Denn ohne den Einbau einer Rollstuhlrampe wäre es für Jonas nicht möglich, das Auto überhaupt zu nutzen.
Elektrorollstühle sind in Größe und Gewicht nicht mit herkömmlichen Rollis vergleichbar. Eine manuelle Verladung ist jenseits von praktikabel und dauerhaft nicht zu schaffen; gerade weil Jonas aufgrund seiner Erkrankung viele Termine wahrnehmen und häufig zu Therapien oder Arztterminen gebracht werden muss. Um die alltäglichen Wege für die ganze Familie zu erleichtern und Jonas den Einstieg ins Familienauto unterstützt oder sogar selbstständig zu ermöglichen, war der Einbau einer Rampe unbedingt notwendig. Wir sind gern eingesprungen und haben die Umbaukosten vollständig übernommen.
Seit letztem September fahren Jonas und seine Familie endlich wieder ganz entspannt durch ihre Heimat Berlin. Arztbesuche, Therapietermine, Freizeitfahrten – alle Wege können nun deutlich einfacher und stressfreier bewältigt werden. Durch den unkomplizierten Ein- und Ausstieg über die neue Rolli-Rampe haben sich auch Jonas’ Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und seine ganz persönliche Lebensqualität erheblich verbessert.
Auch Ali und seinen Eltern hat ein neues, behindertengerecht umgebautes Auto enorme Entlastung im Alltag verschafft.
Der 10-jährige Junge kam als Frühgeburt in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt und leidet infolgedessen unter einer spastischen tetraplegischen Zerebralparese; einer Lähmung aller vier Gliedmaßen. Ali ist sowohl körperlich als auch geistig schwer beeinträchtigt und auf seinen Rolli angewiesen. Seine behandelnden Ärzt*innen haben Alis Eltern die Anschaffung eines behindertengerechten Autos eindringlich ans Herz gelegt. Denn die Familie wohnt sehr ländlich; in einer Umgebung mit wenig Infrastruktur. Für Alis regelmäßige ärztliche Versorgung und seine wichtigen Therapien muss die Familie sehr weite Wege zurücklegen. Alis Eltern sind auf ein Auto angewiesen. Bis dato hatten sie sich anderweitig beholfen, ihren Sohn ins vorhandene Auto (einen normalen, kleinen PKW) getragen und den Rollstuhl separat im Kofferraum transportiert. Doch das ging nicht mehr lange so weiter. Ali wächst heran, wird größer und gleichzeitig schwerer. Seine Eltern konnten ihn kaum noch tragen. Für die behelfsmäßige Notlösung musste immer dringender eine echte und dauerhafte Alternative her.
Schon 2024 hatte Alis Papa damit begonnen, für seine Familie eine Lösung zu finden. Ganze drei Stiftungen hatten ihre Unterstützung schon zugesagt, als er sich schließlich an die Toni Kroos Stiftung wandte. Zu diesem Zeitpunkt, im letzten Sommer, stand bereits die gesamte Finanzierung eines neuen, geräumigen Familienautos. Auch ein Teil der Umbaukosten für Alis Rollstuhlrampe war ihm bereits zugesagt worden. Nun fehlten der Familie noch rund 6.000 Euro für den behindertengerechten Umbau, die wir von Herzen gern übernommen haben.
Und so ist auch Ali mittlerweile im neuen Auto unterwegs. Seit Ende Oktober erleichtert das umgebaute, größere Familienauto dank Rollstuhlrampe die wichtigen Fahrten zu Alis entfernt gelegenen Ärzt*innen und Therapien. Eine enorme Entlastung, die der gesamten Familie ganz neue Möglichkeiten und Freiheiten eröffnet. „Ihre Unterstützung bedeutet uns sehr viel“, schrieb uns die Familie. „Wir sind Ihnen zutiefst dankbar.“