
Der zauberhafte Lio Pepe kam im Dezember 2023 mit der genetischen Besonderheit Trisomie 21 zur Welt. Als der kleine Spatz 1,5 Jahre alt war, nahmen seine Eltern Kontakt zu uns auf. Lio hatte eine ausgeprägte muskuläre Hypotonie und große motorische Schwierigkeiten. Kaum Kraft in seinen kleinen Muskeln konnte er sich nur ganz kurz auf den Ärmchen abstützen und kam allein nicht hoch. Dadurch gelang es Lio mit seinen 18 Monaten weder zu robben, zu krabbeln noch eigenständig zu sitzen.
In ihrem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) war die Familie das erste Mal in Kontakt mit einem Galileo-Gerät gekommen. Zwei Mal konnten Lios Eltern ein Gerät für jeweils drei Wochen mit nach Hause nehmen. Während dieser Zeiten, in denen sie mit Lio intensiv trainieren konnten, bemerkten sie bedeutende Fortschritte bei ihrem Sohn. Die Vibrationsplatte wirkte sich schon in kurzer Zeit spürbar positiv auf Lios Tiefenmuskulatur aus.
Wir haben unserem kleinen Lio daher ein eigenes Galileo-Gerät finanziert. Fast 3.000 Euro kostet das Kiddy-Modell für Kleinkinder, mit dem Lio nun seit Oktober fleißig zu Hause trainiert. Schon wenige Wochen später berichtete seine Mama von Lios ersten Stehversuchen. „Er versucht gerade, immer öfter aufzustehen. Wir haben das Gefühl, dass das Galileo ihm sehr dabei hilft, seine Kraft aufzubauen.“
Zusätzlich zum eigenen Galileo-Training daheim geht Lio seit Januar regelmäßig in die Berliner Kinderpraxis für Neurologische Rehabilitation und Physiotherapie Siebold. Seit über 30 Jahren behandelt das Praxisteam Kinder mit eingeschränkter Beweglichkeit und muskulären Beeinträchtigungen – u.a. mithilfe des patentierten Galileo-Geräts. Im Jahr 2024 hatten wir Inhaberin Dagmar Siebold mit dem Aufbau eines Galileo-Gerätepools unterstützt. Hier wird Lios eigenes Training nun therapeutisch begleitet und optimal ergänzt. Wir drücken fest die Daumen, dass dein Galileo dir neue Superkräfte gibt, kleiner Lio!
Auch Kamil verleiht sein eigenes Galileo-Gerät ganz neue Power.
Und die braucht er auch! Der 5-Jährige ist eine echte Kämpfernatur. Während seiner Frühgeburt kam es bei Kamil zu lebensbedrohlichem Sauerstoffmangel. In den folgenden Tagen kämpfte der kleine Schatz mit akutem Multiorganversagen, Lungenblutungen und schließlich auch noch mit einer Dünndarmruptur. Entgegen der ehrlichen Empfehlung seines behandelnden Arztes hörten Kamils Eltern auf ihr Herz und entschieden sich für die lebenserhaltende Operation. Sie sollten Recht behalten! Die OP verlief gut, und ihr tapferes Baby erholte sich stetig. Nach zehn langen und kräftezehrenden Wochen konnte die junge Familie endlich gemeinsam nach Hause.
In den darauffolgenden Monaten versuchten Kamils Eltern, ihren Sohn vielfältig zu fördern und bestmöglich zu unterstützen. In vielen Bereichen entwickelte er sich recht gut, doch ein auffallend hoher Muskeltonus in den Beinen machte ihnen Sorgen. Kamils Beinmuskulatur stand unter ständiger Anspannung und war spürbar verhärtet. Die sogenannte Muskelhypertonie geht oft mit Schmerzen, Spastiken, eingeschränkter Beweglichkeit und Steifheit einher. Nach ca. einem Jahr wurde bei Kamil offiziell eine Zerebralparese diagnostiziert.
Im Alter von 18 Monaten gelang es Kamil trotzdem, mithilfe eines Walkers problemlos zu laufen. Das machte ihm großen Spaß und demonstrierte schon in jungen Jahren seinen ausgeprägten Bewegungsdrang! Nur das freie Stehen und Gehen wollte dem quirligen Kamil einfach nicht gelingen. Als der Kleine drei Jahre alt war, entschieden sich seine Eltern daher für einen Eingriff, bei dem 30% der Spinalnerven in Kamils Beinen durchtrennt wurden. Die Operation verlief gut, und seine vorhandene Spastik konnte massiv reduziert werden. Doch die Maßnahme setzte den kleinen Kamil wieder ein Stück zurück. Er war geschwächter als vorher und musste neue Kraft und Stabilität gewinnen. Seine Eltern investierten noch mehr Zeit in Kamils Therapien, nahmen an regelmäßigen physiotherapeutischen Intensivwochen teil und ergatterten schließlich einen der begehrten Plätze im Reha-Programm „Auf die Beine“ der Uniklinik Köln. Das war Kamils Durchbruch!
Im Rahmen des Programms bekommen alle Teilnehmenden leihweise ein Galileo-Gerät mit nach Hause. Kamil und seine Eltern trainierten in diesen sechs Monaten täglich auf der Vibrationsplatte. Im August 2025 begann der kleine Superheld schließlich, frei zu laufen. Ein unglaublicher Fortschritt und wichtiger Meilenstein! Nach Ablauf des Reha-Programms musste das Galileo-Gerät wieder abgegeben werden. Kamils Eltern wünschten sich so sehr eine eigene Vibrationsplatte, um an den fantastischen Erfolg anknüpfen und Kamil weitere Fortschritte ermöglichen zu können.
Liebend gern haben wir unseren kleinen Kamil unterstützt und ihm für 4.450 Euro sein eigenes Galileo gekauft. Im letzten November, genau einen Tag vor seinem 5. Geburtstag, wurde es geliefert und ist seitdem in ständiger Benutzung. Erst vor wenigen Tagen teilte Kamils Mama neue, wundervolle Fortschritte mit uns: „Letzte Woche hat er es die ersten Male geschafft, einen Fußball zu kicken. Er ist mächtig stolz!“ Das sind wir auch, lieber Kamil. Weiter so!